Der Narr


handgemachte Papiercollage (30 x 40 cm).
Beitrag zur Ausstellung „tischlein deck dich II“ der KunstEtagen Pankow (gezeigt zu „art spring Berlin 2018“)

In meiner Kindheit war er der Tisch nicht nur ein Ort der Kommunikation, sondern auch Sinnbild für Tradition & Autorität.  Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst, hast du zu tun, was ich sage. Mit dieser väterlichen Haltung bin ich (wie viele meiner Generation) aufgewachsen. In meiner Collage gerät der Tisch in Bewegung. Er wird verrückt und zur Spielfläche zweckentfremdet. Leichtfüßig darf sich der Narr außerhalb der Konventionen bewegen, darf suchen, spielen, wagen & sein eigenes Zentrum sein.

 

wer bin ich?


handgemachte Papiercollage.

Manchmal habe ich das Gefühl, Stückwerk zu sein. Hier ein bisschen erwachsen, da eine große Ecke Kind, ein Streifen uralt, viele Fragezeichen, wenig Antworten, Träume, Ängste & ein Zipfelchen Mut. Manchmal ergibt das ein Ich & manchmal nur Chaos. Heute jedenfalls bin ich mir selbst abhanden gekommen. Oder wachse ich gerade neu?

Abwarten & Teetrinken


handgemachte Papiercollage.

Abwarten & Tee trinken. Viel mehr bleibt mir in meinem aufgeheizten Südseitenatelier zur Zeit nicht übrig. Verlangsamte Gedanken & Handgriffe, vergessene Termine. Unter der trägen Mattigkeit, Unruhe und Sehnsucht nach Regen, Wolken, Wind und Bewegung. Was soll´s, dann eben ab in den See. Lichtgrün und vielleicht ein bisschen kühl. Und einen Ventilator kaufen.

Offenes Atelier


Am nächsten Wochenende 26./27. Mai öffne ich im Rahmen des Kunstfestivals „artspring berlin 2018. Der Stadtbezirk wird Galerie“ die Türen zu meinem neuen Atelier. Am Sa, 14 bis 19h und So, 13 bis 18h zeige ich meine Collagen, Schatzkästen & Postkarten und freue mich über Besuch in der Pestalozzistr. 5-8, 13187 Berlin-Pankow, 4. Etage, Raum 425.  Drückt mir die Daumen, dass der olle Schnupfen, der mich erwischt hat, nicht doller wird, schnief.

Auch meine Nachbar*innen der KunstEtagen Pankow öffnen ihre Kreativräume & zeigen Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Skulptur, Papierschnitt, Druckgrafik & Fotografie. Weitere Infos zu artspring findet ihr hier und in der Festivalzeitung (aufgepasst: dort steht noch meine alte Etage & Raumnr.)

Der Spruch „Poetisiert euch.“ ist übrigens vom Verlagshaus Berlin, einem Independent-Verlag für Lyrik und Illustration.

ahoi


handgemachte Papiercollage auf Karton.

Die letzte Collage meiner kleinen Frühlingsserie.

Ich bin ganz wild auf neue Themen, war nur die letzten beiden Wochen mit meinem Atelierumzug beschäftigt. Vom 3. in den 4. Stock, von Norden gen Süden. Und das Schönste: ein Raum ganz für mich allein. Zum Collagieren, Schreiben, Malen, in den Himmel gucken. DAS ist für mich Luxus. Lange wird es wohl nicht gehen, Berlins Mieten steigen rasant und die Zukunft unserer KunstEtagen Pankow ist ungewiss.  Aber erstmal genieße ich meinen neuen Ort & freue mich über kreative Etagen-Nachbar*innen wie z.B. Esther Glück, Beate Tischer, Uschi Krempel und Thomas Weidner. Kommt gut in den Mai, ahoi!

Art Spring Central

Klein, aber hui. Meine erste öffentliche Ausstellungsbeteiligung. Vernissage ist Dienstag, 24. April, 19 Uhr. In der Ausstellungshalle des Museums Pankow erwartet euch ein wildbunter Bildermix von 250 Pankower Künstler*innen, die jeweils eine Arbeit zeigen.

Zum Vormerken: artspring berlin 2018 – Der Stadtbezirk wird Galerie.  Neben der Ausstellung artspring central öffnen die beteiligten Künstler*innen am Wochenende 26./27. Mai  ihre Atelierhäuser & Einzelateliers in  Pankow, Prenzlauer Berg & Weissensee. Der Heimathafen meines Ateliers, die KunstEtagen Pankow,  sind auch wieder mit dabei.

Frühlingsrauschen


handgemachte Papiercollage auf Karton.

Da ist er ja, Monsieur Printemps! Und ich bin zurück aus Mas de Vézénobres,  einem wunderschönen & inspirierenden Ort in den Cevennen. In einer ehemaligen Seidenspinnerei aus dem 19. Jahrhundert, wie es sie damals in der Region vielerorts gab, haben Theodor Gentner, Mitbegründer der Camaro-Stiftung , seine Tochter, die Künstlerin Paula Anke und ihr Mann,  Metalldesigner Paul Duc, einen familären Ort der (Lebens)Kunst geschaffen.

Übrigens: Die für die Haltung der Seidenraupen notwendigen Maulbeerbäume hießen in der Region „Goldbäume“,  weil sie großen wirtschaftlichen Ertrag brachten. Die bereits im Mittelalter gepflanzten Esskastanien hingegen „Brotbäume“, da sie die Ernährung der armen Bergbevölkerung & ihrer Tiere sicherten. Brot & Gold, Grundlage & Glanz, für mich eine spannungsvolle Mischung – auch in der Kunst.

Zugvögel


handgemachte Collage, mixed media auf Holz (15 x 15 cm).

Vögel, die im Frühjahr aus dem Süden zurückkehren, orientieren sich tagsüber am Stand der Sonne. Nachts finden sie ihren Weg, in dem sie sich am Magnetfeld der Erde ausrichten. Mit ihrem Magnetsinn können sie Stärke und Ausrichtung des Erdmagnetfelds spüren und auf diese Weise immer nach Hause navigieren.

Hätte ich auch gern, so einen inneren Kompass.