Als ich ein Kind war

Als ich ein Kind war, rochen die Sommer nach Gras und See.
Als ich ein Kind war, stolperte ich manchmal über die eigenen Füße.
Als ich ein Kind war, wogen Worte schwer. Als ich ein Kind war,
tanzten Lichter vor meinen Augen, wenn ich einschlief.
Das alte Krankenhausbett quietschte, rot war es und hochbeinig,
so dass ich mich darunter verstecken konnte, in meiner heimlichen Höhle
und mir Geschichten erzählen von Seeräubern und Abenteuern,
und immer war ich die wilde und unbezähmbare Seeräuberbraut.
Als ich ein Kind war, war ich leicht und schnell, mit braungebrannten
Beinen voller Schrammen und Mückenstiche. Als ich ein Kind war,
konnte ich fliegen, am Tag über den Asphalt und nachts über die Baumwipfel.
Als ich ein Kind war, war ich groß und größer, ich war die Königin.

Als ich ein Kind war, war ich allein in meinem roten Bett.
Der Blick auf die Straße war kalt und grau. Als ich ein Kind war,
suchte ich nach der anderen wilden Königin, der mit dem blonden Haar,
die meine Freundin hätte sein können. Und als ich sie endlich fand,
verlor ich sie wieder. Als ich ein Kind war, wollte ich stark sein und keine Heulsuse.
Als ich ein Kind war, kämpfte ich für die Unterdrückten und die Gerechtigkeit.
Meine Krone trug ich immer, auch wenn sie keiner sah. Nur abends im Bett
setzte ich sie ab und hüllte mich in mein Kleinsein.

(Text nach einem Schreibimpuls von Paro Bolam, Atelier für Worte & Farben).

Artspring 2017

Im Rahmen der Artspring 2017 öffne auch ich wieder die Türen zu meinem kleinen, wilden Atelier im Haus der KunstEtagenPankow. Leider nur am Sonntag (weil mein Großer am Samstag Wunsch- und Segensfeier hat)  & etwas improvisiert (weil ich in Frankreich herum gestromert bin & und nun lahmgelegt durch Halskratzschnupfinfekt) Wem das alles nichts macht, ist herzlich eingeladen, mich in der 3. Etage in Raum 320 (Ina Stachat) zu besuchen.  Ich freu mich! Und natürlich gibt es viele weitere offene Ateliers & ein kleines Programm.

Zeitgleich findet um die Ecke das Kunstfest Pankow im Schlosspark Schönhausen statt. Wer also Lust & Zeit mitbringt, kann beides wunderbar miteinander verbinden.

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kleine Auszeit


So stell ich mir das vor mit der Auszeit.
Und habe gerade doch nur ein Ziel:
endlich den Koffer schließen.
Bis Mitte Juni pausiert die papiertänzerin.
Bis bald!

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Im Atelier


bin ich gern allein
mache ich kaum Pausen
trinke ich Tee
stapeln sich Bücher
vergesse ich die Zeit
gibt es kein Netz
esse ich irgendwas
bin ich oft glücklich
finde ich kein Ende
brummt der Kühlschrank
komme ich an Grenzen
warten Fundstücke
beginne ich aufgeräumt
verzweifle ich manchmal
wünsche ich mir ein Sofa
werde ich weit
bin ich ungeduldig
flüstern Geschichten
ende ich im Chaos (oft)

Und bei euch so?

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