Frühlingsrauschen


handgemachte Papiercollage auf Karton.

Da ist er ja, Monsieur Printemps! Und ich bin zurück aus Mas de Vézénobres,  einem wunderschönen & inspirierenden Ort in den Cevennen. In einer ehemaligen Seidenspinnerei aus dem 19. Jahrhundert, wie es sie damals in der Region vielerorts gab, haben Theodor Gentner, Mitbegründer der Camaro-Stiftung , seine Tochter, die Künstlerin Paula Anke und ihr Mann,  Metalldesigner Paul Duc, einen familären Ort der (Lebens)Kunst geschaffen.

Übrigens: Die für die Haltung der Seidenraupen notwendigen Maulbeerbäume hießen in der Region „Goldbäume“,  weil sie großen wirtschaftlichen Ertrag brachten. Die bereits im Mittelalter gepflanzten Esskastanien hingegen „Brotbäume“, da sie die Ernährung der armen Bergbevölkerung & ihrer Tiere sicherten. Brot & Gold, Grundlage & Glanz, für mich eine spannungsvolle Mischung – auch in der Kunst.

Zugvögel


handgemachte Collage, mixed media auf Holz (15 x 15 cm).

Vögel, die im Frühjahr aus dem Süden zurückkehren, orientieren sich tagsüber am Stand der Sonne. Nachts finden sie ihren Weg, in dem sie sich am Magnetfeld der Erde ausrichten. Mit ihrem Magnetsinn können sie Stärke und Ausrichtung des Erdmagnetfelds spüren und auf diese Weise immer nach Hause navigieren.

Hätte ich auch gern, so einen inneren Kompass.

blaue Blume


handgemachte Papiercollage auf Karton.

Er sah nichts als die blaue Blume, und betrachtete sie lange mit unnennbarer Zärtlichkeit. Endlich wollte  er sich ihr nähern, als sie auf einmal sich zu bewegen und zu verändern anfing; die Blätter wurden glänzender und schmiegten sich an den wachsenden Stengel, die Blume neigte sich nach ihm zu, und die Blütenblätter zeigten einen blauen ausgebreiteten Kragen, in welchem ein zartes Gesicht schwebte.
– Novalis (aus: Heinrich von Ofterdingen)

Nach Wäldern tauchen


handgemachte Papiercollage auf Holz (10 x 10 cm).

Nach Wäldern tauchen, auch wenn die Welt draussen noch unbelaubt ist.

Gerade habe ich das Buch NACHTLICHTER der schottischen Autorin Amy Liptrot gelesen. Ein kühlfunkelndes, sehr persönliches Buch, in dem die Autorin beschreibt, wie sie nach Jahren der Grosstadt & Alkolsucht an den Ort ihrer Kindheit, die Orkneyinseln, zurückkehrt. Ehrlich, unsentimental &  leisezärtlich schreibt sie von Inseln, Wind, Meer, Vögeln, Sternen, Polarlicht, Gestein, Unterwasserwelten & der wilden Suche nach sich selbst. Sehr lesenswert.