Abwarten & Teetrinken


handgemachte Papiercollage.

Abwarten & Tee trinken. Viel mehr bleibt mir in meinem aufgeheizten Südseitenatelier zur Zeit nicht übrig. Verlangsamte Gedanken & Handgriffe, vergessene Termine. Unter der trägen Mattigkeit, Unruhe und Sehnsucht nach Regen, Wolken, Wind und Bewegung. Was soll´s, dann eben ab in den See. Lichtgrün und vielleicht ein bisschen kühl. Und einen Ventilator kaufen.

ahoi


handgemachte Papiercollage auf Karton.

Die letzte Collage meiner kleinen Frühlingsserie.

Ich bin ganz wild auf neue Themen, war nur die letzten beiden Wochen mit meinem Atelierumzug beschäftigt. Vom 3. in den 4. Stock, von Norden gen Süden. Und das Schönste: ein Raum ganz für mich allein. Zum Collagieren, Schreiben, Malen, in den Himmel gucken. DAS ist für mich Luxus. Lange wird es wohl nicht gehen, Berlins Mieten steigen rasant und die Zukunft unserer KunstEtagen Pankow ist ungewiss.  Aber erstmal genieße ich meinen neuen Ort & freue mich über kreative Etagen-Nachbar*innen wie z.B. Esther Glück, Beate Tischer, Uschi Krempel und Thomas Weidner. Kommt gut in den Mai, ahoi!

Frühlingsrauschen


handgemachte Papiercollage auf Karton.

Da ist er ja, Monsieur Printemps! Und ich bin zurück aus Mas de Vézénobres,  einem wunderschönen & inspirierenden Ort in den Cevennen. In einer ehemaligen Seidenspinnerei aus dem 19. Jahrhundert, wie es sie damals in der Region vielerorts gab, haben Theodor Gentner, Mitbegründer der Camaro-Stiftung , seine Tochter, die Künstlerin Paula Anke und ihr Mann,  Metalldesigner Paul Duc, einen familären Ort der (Lebens)Kunst geschaffen.

Übrigens: Die für die Haltung der Seidenraupen notwendigen Maulbeerbäume hießen in der Region „Goldbäume“,  weil sie großen wirtschaftlichen Ertrag brachten. Die bereits im Mittelalter gepflanzten Esskastanien hingegen „Brotbäume“, da sie die Ernährung der armen Bergbevölkerung & ihrer Tiere sicherten. Brot & Gold, Grundlage & Glanz, für mich eine spannungsvolle Mischung – auch in der Kunst.

blaue Blume


handgemachte Papiercollage auf Karton.

Er sah nichts als die blaue Blume, und betrachtete sie lange mit unnennbarer Zärtlichkeit. Endlich wollte  er sich ihr nähern, als sie auf einmal sich zu bewegen und zu verändern anfing; die Blätter wurden glänzender und schmiegten sich an den wachsenden Stengel, die Blume neigte sich nach ihm zu, und die Blütenblätter zeigten einen blauen ausgebreiteten Kragen, in welchem ein zartes Gesicht schwebte.
– Novalis (aus: Heinrich von Ofterdingen)

Nach Wäldern tauchen


handgemachte Papiercollage auf Holz (10 x 10 cm).

Nach Wäldern tauchen, auch wenn die Welt draussen noch unbelaubt ist.

Gerade habe ich das Buch NACHTLICHTER der schottischen Autorin Amy Liptrot gelesen. Ein kühlfunkelndes, sehr persönliches Buch, in dem die Autorin beschreibt, wie sie nach Jahren der Grosstadt & Alkolsucht an den Ort ihrer Kindheit, die Orkneyinseln, zurückkehrt. Ehrlich, unsentimental &  leisezärtlich schreibt sie von Inseln, Wind, Meer, Vögeln, Sternen, Polarlicht, Gestein, Unterwasserwelten & der wilden Suche nach sich selbst. Sehr lesenswert.